Vorläufige Insolvenzverfahren bei der Lutz Fleischwaren Unternehmensgruppe

27.04.2017

Landsberg am Lech / Augsburg. Sieben Gesellschaften der Lutz Fleischwaren Unternehmensgruppe haben am 26.04.2017 beim Amtsgericht Augsburg Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht ordnete vorläufige Insolvenzverwaltung an und bestellte die Rechtsanwälte Dr. Paul Abel, Dr. Robert Hänel und Prof. Dr. Martin Hörmann von der Kanzlei anchor Rechtsanwälte zu vorläufigen Insolvenzverwaltern.

Das 1891 gegründete Traditionsunternehmen Lutz ist mit über 800 Arbeitnehmern an mehreren deutschen Standorten einer der führenden deutschen Hersteller von Wurst- und Convenience-Produkten und beliefert alle großen deutschen Lebensmittelhandelsketten. Seit 2014 befand sich die Unternehmensgruppe in einer Restrukturierung. Zuletzt wurde mit einer neuen Geschäftsleitung ein aussichtsreiches Sanierungskonzept erarbeitet. Ein nicht vorhergesehener Anstieg der Preise für Schweinefleisch führte dann aber zu einem Liquiditätsengpass, der kurzfristig nicht überwunden werden konnte und die Geschäftsführung zur Insolvenzantragstellung veranlasste. 

„Das Insolvenzverfahren bietet die Möglichkeit, den Sanierungskurs fortzusetzen und das Unternehmen und Arbeitsplätze zu erhalten.“ erklärt Werner Wolf, der Geschäftsführer von Lutz.

Auch die vorläufigen Insolvenzverwalter sind nach ersten Gesprächen mit der Geschäftsführung und Geschäftspartnern zuversichtlich, dass eine Sanierung möglich ist, zumal sich bereits potentielle Investoren für das Unternehmen gemeldet haben.

„In erster Linie gilt es nun, den Mitarbeitern und Geschäftspartnern die Sicherheit zu geben, dass der Geschäftsbetrieb weitergeführt wird“, sagt Robert Hänel vom Team der vorläufigen Insolvenzverwalter. Das erfordere einen hohen Kommunikationsaufwand, aber die Rahmenbedingungen seien gut, so Hänel.

Pressemitteilung

27.04.2017