Unternehmenskrisen rechtzeitig erkennen
26.01.2026
Viele Unternehmen geraten nicht plötzlich in die Krise, sondern durchlaufen schrittweise Entwicklungen, die schließlich in eine wirtschaftliche Schieflage führen. Entscheidend ist, Warnsignale frühzeitig zu erkennen und nicht erst zu handeln, wenn der Handlungsspielraum bereits deutlich eingeschränkt ist.
Anchor-Partner Markus Fauser erläutert, wie sich Unternehmenskrisen typischerweise entwickeln und warum in der Praxis häufig zu spät reagiert wird.
Transkript
Interviewender: „Viele Unternehmen geraten nicht plötzlich, sondern schrittweise in die Krise. Doch woran erkennt man, dass es wirklich ernst wird, und warum handeln viele Unternehmen zu spät? Dazu Markus Fauser; Partner von Anchor.“
Markus Fauser: „Krisen entwickeln sich meistens in Stufen. Am Anfang stehen oft Spannungen zwischen Gesellschaftern, Banken oder Lieferanten. Eine klassische Steakholderkrise. Danach folgt die Strategiekrise, wenn die klare Ausrichtung im Unternehmen fehlt. In der Produkt- und Absatzkrise brechen Umsätze ein; in der Volkskrise die Ergebnisse. Alarmierend wird es in der Liquiditätskrise, wenn Zahlungen verzögert werden müssen.“
Interviewender: „Das heißt also, viele dieser Anzeichen sind früh erkennbar. Warum wird in Unternehmen dennoch oft zu spät reagiert?“
Markus Fauser: „Weil sich viele schwer tuen die Situation anzuerkennen. Doch Augen zu und durch funktioniert in der Unternehmenskrise eben nicht. Wichtig ist rechtzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten, ggf. dann auch mit extra einer Unterstützung. So lässt sich verhindern, dass am Ende die Insolvenz droht.“
Markus Fauser, LL.M. (corp. restruc.)
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Dipl.-Ökonom
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