Restrukturierung

Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihm nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen. 

(Max Frisch)

Anchor Management und Anchor Rechtsanwälte helfen Unternehmen, Katastrophen zu vermeiden und Krisen zu meistern.

  • Operative Restrukturierung

    Das heute schnelllebige Umfeld stellt Unternehmen regelmäßig vor neue Herausforderungen und es werden strategische und operative Neuausrichtungen notwendig. Kleine Krisenherde können rasch zu strategischen, operativen, finanziellen und am Ende zu existenzgefährdenden Unternehmenskrisen führen.

    Unsere operative Restrukturierungsberatung reicht von der Optimierung von Produktions- und Lieferprozessen über das Liquiditätsmanagement bis hin zur Umstrukturierung von Geschäftsbereichen. 

    Neben der Restrukturierungsberatung sollten stets auch die gesetzlichen Obliegenheiten berücksichtigt werden, um persönliche Haftungen zu vermeiden und bestmögliche Ergebnisse erzielen zu können.

    Der Gesetzgeber hat in den vergangenen Jahren für in die Krise geratene Unternehmen verschiedene Möglichkeiten der Restrukturierung und Sanierung geschaffen, sodass bei insolvenznahen Krisen nicht mehr nur eine Insolvenz als Ausweg in Frage kommt.

  • Sanierungsmoderation 

    Bei stockenden Verhandlungen mit Gläubigern, insbesondere im Rahmen von finanziellen Restrukturierungen, kann eine Sanierungsmoderation ein geeigneter Weg sein, um alle Beteiligten an den Tisch zu bringen und konstruktiv Lösungen zu erarbeiten. Die Sanierungsmoderation ist nicht öffentlich und bietet die Gelegenheit, einen objektiven Vermittler hinzuzuziehen, um festgefahrene Verhandlungssituationen aufzulösen. Darüber hinaus können Sanierungsvergleiche gerichtlich bestätigt und damit anfechtungsfest werden. 

    Die Sanierungsmoderation für Unternehmen in der Kriese.

  • Präventiver Restrukturierungsrahmen 

    Bei drohender Zahlungsunfähigkeit können die Stabilisierungs- und Restrukturierungsinstrumente des sogenannten StaRUG genutzt werden, um einen Restrukturierungsplan zur Überwindung der Krise umzusetzen. Dieses zum 01. Januar 2021 in Kraft getretene Gesetz bietet neben einem Moratorium mit Vollstreckungs- und Verwertungssperren die Möglichkeit, einen Restrukturierungsplan mit Mehrheiten von 75 % verbindlich werden zu lassen. Das Unternehmen steuert das Verfahren und wählt die in Betracht kommenden Restrukturierungsinstrumente aus. Auch diese präventive Restrukturierung muss nicht öffentlich bekannt gemacht werden.  

    Selbst wenn Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung eintreten sollten kann das Restrukturierungsgericht anordnen, dass ein Insolvenzantrag aufgrund der fortgeschrittenen Restrukturierungsverhandlungen dann nicht mehr gestellt werden muss. 

    Präventiver Restrukturierung nach StaRUG

  • Schutzschirmverfahren

    Soweit die Instrumente des StaRUG nicht ausreichen sollten, weil beispielsweise Miet- oder Leasingverträge beendet oder arbeitsrechtliche Erleichterungen in Anspruch genommen werden sollen, bietet sich das Schutzschirmverfahrens an. 

    Es handelt sich hierbei um ein Insolvenzverfahren, bei dem kein Insolvenzverwalter, sondern lediglich ein Sachwalter bestellt wird. Das Unternehmen behält unter Hinzuziehung von ihm gewählter Berater die Kontrolle über das operative Geschäft sowie das Schutzschirmverfahren. Das Gericht setzt dem Unternehmen eine Frist zur Vorlage eines Insolvenzplans, mit dem die Insolvenzgründe überwunden und ein Schuldenschnitt mit Mehrheiten von 50 % verbindlich umgesetzt werden können.

    Eigenverwaltung

    Autor

    Dr. Florian Harig

    Partner | Rechtsanwalt

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